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Zentralgriechenland

Die Region Zentralgriechenland bezeichnet die historische Landschaft, welche infolge der Unabhängigkeit Griechenlands zum Staatsgebiet gehörte, sowie die Insel Euböa und die Inseln des Bezirks Piräus. Das Gebiet, auch Festlandgriechenland genannt, umfasst allerdings nicht die Halbinsel Peloponnes, obwohl diese ebenfalls seit der Unabhängigkeit zu Griechenland gehört. Zu der Landschaft Zentralgriechenlands gehören das zu Westgriechenland gehörende Ätolien-Akarnanien sowie die gesamte Region Attika. Des Weiteren gehören alle Bezirke der Region Mittelgriechenlands zur zentralgriechischen Landschaft: Böotien, Euböa, Evrytania, Fokida und Fthiotida. Zentralgriechenland wird auch Roumeli genannt, welches auf die römische Geschichte der Landschaft hinweist. Zentralgriechenland ist nicht nur durch die römische Geschichte, sondern auch durch die der Helenen geprägt. Einige Funde stammen sogar aus der Jungsteinzeit.


Die Region Mittelgriechenland ist die größte Region Zentralgriechenlands und ihre Hauptstadt Lamia liegt im Bezirk Fthiotida. Der 178.771 Einwohner Bezirk blickt auf eine lange Geschichte zurück, welche in der Festung Frourio in Lamia ausgestellt ist. Die Festung beherbergt ein archäologisches Museum, in welchem Funde aus der Jungsteinzeit und Römerzeit zu finden sind. Neben den historischen Ausstellungen hat man auf der Festung auch eine ausgezeichnete Aussicht.

Im Bezirk Böotien siedelten einst die Boioter. Den Namen bekamen diese und der Bezirk aufgrund der vielen Rinderweiden. In Böotien leben derzeit etwa 131.000 Einwohner, von welchen knapp 124.000 Menschen in der Hauptstadt Livadia leben. Die Stadt ist überregional bekannt aufgrund des Johanniter-Kastro Agriosykia, welches auf einem Hügel über der Stadt schon aus der Ferne zu sehen ist. Einige Überreste der Außenmauern und der Gebäude im Inneren des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Baus sind noch immer gut erhalten. Aufgrund seiner Kalksteinfarbe wirkt das Kastro, von welchem man eine gute Aussicht über die Stadt hat, als Teil der Landschaft.


Fokida ist aufgrund seiner Geschichte der wohl bekannteste Bezirk Mittelgriechenlands. Die Ausgrabungen von Delphi, unter anderem das Orakel von Delphi sind Teil des UNESCO Kulturerbes und die sagenumwobene Landschaft ist Anziehungspunkt für viele Touristen. In der Nähe Delphis befindet sich heute die Kleinstadt Delfi.
Der bevölkerungsreichste Bezirk Mittelgriechenlands ist die Insel Euböa. Auf Euböa, die zweitgrößte Insel Griechenlands, leben 210 000 Einwohner. Die Insel wurde besonders bekannt durch die Heilquellen von Ädipsos, welche den Ort zum ältesten Touristenort weltweit machen, da die Quellen schon in der Antike von den Menschen genutzt wurden. Euböa ist Ort vieler Naturdenkmäler und Naturschauspiele. An den Wasserfällen in Drymona wurde extra ein Park für die Besucher errichtet.


Im Westen Mittelgriechenlands befindet sich der Bezirk Evrytania. Mit nur 32.053 Einwohner ist Evrytania der bevölkerungsärmste Bezirk der Region. In Karpenisi befindet sich die byzantinische Kirche Agia Triada. Nach einem Umbau im Jahr 1645 erhielt sie die ihre jetzige Form. Des Weiteren befindet sich auf dem Velouchi, ein 2.315 m hoher Berg nahe der Stadt, ein kleines Skigebiet.

Im Südwesten Zentralgriechenlands liegt der Bezirk Ätolien-Akarnanien, welcher Teil der Region Westgriechenlands ist. In der Haupstadt Messolongi leben 35.805 der insgesamt knapp 220.000 Einwohner. Die größte Stadt des Bezirkes ist Patras. Das Archäologische Museum der Stadt zählt als eines der größten des Landes.